Filmvorstellung Charged

Heutzutage hat man so viele Möglichkeiten, sich schöne, motivierende und inspirierende Dinge anzusehen. Sei es auf YouTube, den bekannten Streaming Diensten oder ganz normal im täglichen Fernsehprogramm. So hat man meist die Möglichkeit, sich auch das anzuschauen, worauf man auch wirklich Lust hat. So war es auch, als ich bei Amazon Video wiedermal etwas gestöbert habe. In der Liste tauchte auch ein Film auf, der irgendwie gar nicht so ins Bild passen wollte. Es war Charged – Die Geschichte des Eduardo Garcia.

Auf dem Teaserbild war ein Mann mit freiem Oberkörper zu sehen, der ein Handicap zu haben schien. Im Hintergrund breitet sich eine tolle Landschaft aus und er selbst steht an einem Fluss. So ganz verstand ich nicht, warum mir Amazon diesen Vorschlag unterbreitet hat, als ich den Suchbegriff „wandern“ abgefragt hatte. Die Beschreibung weckte aber mein Interesse und so beschloss ich, mir den Film anzuschauen, auch wenn er nur im Originalton Englisch vorliegt. In Charged geht es um das Schicksal von Eduardo Garcia. Er lebt im Bundesstaat Montana, arbeitet als Koch und erlebt eines Tages eine böse Überraschung, die sein Leben nachhaltig prägen sollte.

Ein Abbild der Webseite des Filmes Charged - Die Geschichte von Eduardo Garcia.
Die Webseite zum Film – www.chargedfilm.com/

Charged: Die Geschichte von Eduardo Garcia

Stellt euch vor, ihr geht in einer tollen Landschaft wandern, durch Wälder und weite Hügel. Es ist ein Teil eures Lebens, hier findet ihr Freiheit und Ruhe. Doch wenig später spürt ihr einen unsäglichen Schmerz, getroffen von 2400 Volt. Ihr seid dem Tod nah, allein in der Wildnis und kilometerweit weg von irgendwelcher Hilfe.

Und na klar, natürlich wird er gefunden und ins Krankenhaus gebracht, sonst würde es die Story ja auch nicht geben. Doch damit beginnt der Kampf, den Eduardo Garcia nun kämpfen muss.
Ganz so zart besaitet solltet ihr aber nicht sein. In der Folge werden Bilder und Aufnahmen seiner Verletzungen gezeigt. Und das sind nicht wenige, alles andere als nur kleine Kratzer. Man fragt sich unweigerlich, wie ein Mensch dies überleben kann oder konnte.

„I left the shell of the man that I was on the forest floor and took up the man I am and am becoming. And i am an honest men.“
Eduardo Garcia

EINDRUCKSVOLL UND FESSELND

Und genau das macht einen großen Teil der Anziehungskraft des Filmes aus. Schnell wird klar, das Eduardo ein Kämpfer ist, ein Kämpfer sein will. Mit Humor und einem unbändigen Willen stemmt er sich gegen sein Schicksal. Es scheint anfangs wie eine Fassade, eine Maske, um den Schmerz und das persönliche Leid ausblenden zu wollen. Vielleicht war es auch so, aber es hilft ihm, zu überleben. Und nur das zählt in diese Phase.

Eine große Hilfe ist ihm dabei seine Ex-Freundin, die, als sie von dem Unfall erfährt, ihm zur Seite steht. Genesung, Fortschritte, Rückschläge, Gefühle und immer wieder der Blick nach vorn. Eduardo kämpft sich ins Leben zurück, auf eine Weise, die er vielleicht selbst nicht für möglich gehalten hätte. Selbst in seinem früheren Beruf als Koch kehrt er zurück, wird Motivator und hält Vorträge, gründet eine Firma mit und noch so einiges mehr, was er trotz seines Handicaps angeht und bewerkstelligt. Diese Stärke ist faszinierend, ist motivierend.

Es ist ein Bild von Stärke und unbändigen Wille was hier gezeichnet wird, ohne dabei übertrieben gefühlvoll oder glorifizierend
zu sein. Jeder hat und wird in seinem Leben Schicksalsschläge erleben, die einen weniger schlimm, die anderen sicher mehr. Doch
entscheidend ist, wie man damit umgeht oder umgehen kann. Eine Variante zeigt der Film. Nicht ein Leben lang über sein Schicksal klagen und sich in Einsamkeit verkriechen, sondern nach vorn blicken und das Beste aus der Situation machen. Ein eindrucksvoller Film wie ich finde und ein Mensch, zu dem man aufblicken kann. 

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