Was vom Monat blieb Februar 2019

So, nachdem der Monatsrückblick die letzten Monate mehr oder weniger freiwillig pausiert hat, gibt es diesen Monat wieder etwas zu berichten. Der Schnee weicht so langsam zurück und die ersten warmen Sonnenstrahlen lassen die Wanderer wieder unruhig auf ihren Bürostühlen herumrutschen. Was ist also los da draußen im Februar 2019?

https://www.gibraltar-nordkap.com / Philipp

Philipp hat was Großes vor, nichts weniger als zu Fuß von Gibraltar zum Nordkap. Seine Reise ist Anfang des Jahres in Gibraltar gestartet und soll irgendwann im Oktober am Nordkap enden. Geschätzte 6500 anstrengende und wohl doch auch schöne Kilometer beträgt diese Strecke. Mehr als 50 Tage hat Philipp nun schon in den Beinen. Es ging bisher quer durch Spanien, bei bestem Wanderwetter und mit ziemlich viel Korkeichen um ihn herum berichtet er täglich kurz und knapp auf seinen Blog sowie auf Facebook (@philipp.fuge.9) und Instagram (@fugephilipp).

Viele Langstreckenwanderer verbinden in letzter Zeit ihre Wanderung mit einem guten Zweck und da ist Philipp keine Ausnahme. Durch den Anstieg des Meeresspiegels geht im Senegal Land verloren, mit Aufforstung soll versucht werden, dem etwas entgegenzusetzen. Für jeden gelaufenen Kilometer soll so 1 Euro zusammenkommen, was am Ende für gut 6500 Bäume reichen würde. Keine schlechte Sache wie ich finde.

https://vasentiero.org/en/ / Yuri, Sara und Giacomo

Italien kennen wohl die meisten von uns, der berühmte Stiefel im Süden Europas. Klar, leckeres Eis gibt es sonst nirgendwo und von den Pizzen will ich gar nicht erst anfangen. Doch da gibt es noch mehr. Es ist nichts weniger als der längste Wanderweg in der Welt, der Sentiero Italia. Er zieht sich von Ost nach West über die Alpen, verläuft dann südwärts über das Apeninnengebirge bis Sizilien und nimmt zum Schluss noch Sardinien mit. In Zahlen ausgedrückt sind dies knapp 6880 km, 350.000 Höhenmeter und mehr als 1 Jahr zu laufen. Und das alles ist eigentlich kaum bekannt.

Nach dem Lorenzo Franco Santin 2017 als erster den Weg innerhalb eines Jahres gelaufen war, erfreut der Weg sich langsam gesteigerten öffentlichen Interesses. Yuri, Sara und Giacomo wollen dazu nun etwas beitragen und haben das Projekt „Va‘ Sentiero“ ins Laben gerufen. Die drei wollen den Weg im Mai starten und auch medial darüber berichten. Eine Webseite soll die Informationen sammeln und für alle zugänglich machen.
Ich finde dies ein sehr spannendes Projekt, weil es uns eine Wanderregion näher bringt, die irgendwie ein Schattendasein fristet. Zu mindestens empfinde ich dies so. Eventuell gibt es da ja doch mehr als nur Eis und Pizza!?

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