Der Wanderfrühling startet in Sosa 2018

Die Wanderfreunde Sosa e.V. veranstalteten am Sonntag ihre 75. Wanderveranstaltung, den „Start in den Frühling“. Sosa liegt bei Eibenstock, also im Westerzgebirge. Neben einer wunderschön gelegenen Talsperre gibt es hier allem eines – viel Wald.

Das sollte ich auch im Laufe dieser Wanderung wieder feststellen. Pünktlich zum Start um 7.00 Uhr hatte ich meine Anmeldung für die 24 km ausgefüllt und konnte als einer der ersten mit aufbrechen. Markiert wurde heute mit pinkfarbenen Pfeilen und rosa Bändchen. Im Moment war es noch etwas dunstig, aber das zauberte schöne Stimmungen in den Wald. Und in diesen tauchten wir nach wenigen Minuten auch schon ein, um ihn dann nur noch sporadisch und kurz zu verlassen.

MORD UND TOTSCHLAG IM WALD

Zu Anfang ging es gleich eine lange und arg steile Anhöhe hinauf, um dann im folgenden Abstieg alle erklommenen Höhenmeter wieder zu verlieren. Die Vögel zwitschern, ein blumiger Duft liegt in der Luft und die ersten Sonnenstrahlen dringen durch die Baumwipfel. Bestes Wanderwetter und diese frühmorgendliche Stimmung ist eine der schönsten am Tag. Wenig später zweigt auch schon die 17 km Strecke ab und wir kommen an einem Denkstein im Wald vorbei. An dieser Stelle  starb oder wurde der Forstgehilfe Johann John am 28.06. 1828 tot aufgefunden, vermutlich ermordet von Wildpretdieben. Zu Tathergang und genauem Datum gibt es wohl nicht ganz eindeutige Angaben, doch scheint es so, als ginge es früher ziemlich rau her im Wald zu Sosa.

ÜBERRASCHUNG – HIER BIN ICH SCHON

Gefolgt von einem langem Bergab Stück geht es nach einer Kehre auch wieder steil hinauf. Ich pumpe ganz schön, die steigenden Temperaturen lassen mich doch langsam etwas ins Schwitzen kommen. Alsbald kommen wir am „Jägerhaus“ vorbei. Auch dieses Gebäude scheint eine bewegte und langjährige Historie zu haben, was man ihm heut gar nicht mehr so ansieht. Wenige Meter danach der erste und für heute auch der einzige Kontrollpunkt. Ich schrecke mit meiner Ankunft die Wanderfreunde vom Kaffee auf, so schnell hatten sie wohl noch nicht mit den ersten Wanderern gerechnet. Ein kurzer Schwatz, ein Tee und ein paar Marmeladenbrote später zieh ich wieder von dannen.

EIN STÜCK AUF DEM KÖHLERWEG

Es geht wieder ein langes Stück durch den Wald, die 17 km Strecke vereint sich wieder mit der 24 km Strecke. Es sind nun wieder ein paar mehr Wanderer unterwegs als vorher. Nach einem langen Abstieg in Richtung Sosa zweigt der Weg bald auf den sogenannten Hanggraben ab. Dieser ist Teil des „Köhlerweg“, einem ca. 12 km langen Rundwanderweg um Sosa.
Dieses kurze Stück ist wirklich toll ausgesucht. Immer wieder hat man einen tollen Blick auf Sosa, welches sich sanft an die Hügel schmiegt. Einige Erhöhungen sind in der Ferne sichtbar, der Himmel ist strahlend blau und eine Bank lädt zum Verweilen ein. Nur kurz genehmige ich mir die Zeit und schaue ins Rund. Gute Wahl, diesen Weg mit einzubeziehen.

ES HÄTTE GERN MEHR SEIN DÜRFEN

Nach dem Köhlerweg biegt man auch schon in Richtung Ziel ab. Heute war es wieder etwas schneller, knapp 4,5h stehen für die 24 km auf der Uhr. Und die freundlichen Damen im Ziel meinen, ich sei der Erste auf der langen Strecke. Das kommt eher selten vor, kochen mich doch die älteren Herrschaften immer wieder ab, hihi.
Zur Veranstaltung kann man nur sagen, dass sie sehr gelungen war. Selten bin ich auf so viel Wald- und Feldwegen gelaufen, die Markierungen waren schlüssig und das Wetter tat sein Übriges dazu. Heute hab ich es sehr genossen und gern komme ich nächstes Jahr wieder….

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