Wanderung Rund um Wolkenburg

Reformationstag, das 500. Jubiläum. Ein freier Tag und das mitten in der Woche. Das will ich nutzen und eine kleine Wanderung absolvieren. Ich entscheide mich für vor der Haustür und wandere „Rund um Wolkenburg“. Das sollen 14 Kilometer durch die hügelige Landschaft des Muldentals sein, teilweise entlang der Zwickauer Mulde.

Ich starte an der Muldenbrücke in Wolkenburg in Richtung Neue Heimat. Kurz die Zwickauer Mulde entlang, dann geht es rechts bergauf. Nach wenigen Metern muss ich das erste Mal das GPS befragen. Es gibt zwei Markierungen für den Weg, der mit einem gelben Punkt auf weißem Grund markiert ist. Eine führt in den Wald hinein, die andere folgt weiter der Straße. Ich entscheide mich für die letztere Option. Das soll mir heute leider noch einige Male passieren. Das erste Stück des Weges geht es erst mal nur über wenig befahrene Straßen, nicht schlimm, aber auch nicht toll. Nach drei Kilometern biege ich dann endlich in ein Waldstück ein, welches mich bergab zur Zwickauer Mulde bringen soll.

UNERWARTETE HERAUSFORDERUNGEN

Hier wartet dann als bald auch gleich eine neue Herausforderung auf mich. Sturmtief Herwart hat einige Bäume kippen lassen, der Weg und die kleine Brücke versperrt. Beim vorsichtigen voran Tasten erweist sich das Ganze aber als nur halb so schlimm. Mit einem kleinen Sprung bin ich über das Rinnsal gesprungen und es kann weiter Richtung Tal und Zwickauer Mulde gehen. Nach dem Wald kommt ein Stück Wiese und von hier kann man am Hang die Alte Kirche sehen, an der ich leider nicht direkt vorbeilaufe. Kurz darauf biegt eine Markierung erneut rechts ab, obwohl ich gerade aus muss. Ich Nachhinein lese ich darüber, dass die Streckenführung irgendwann einmal geändert wurde. Scheinbar sind also noch Markierungen der alten Route vorhanden, für jemanden ohne GPS Track könnte dies zu einigen Frust führen.

BLICK ÜBERS MULDENTAL VOM HAUBOLDFELSEN

Vorbei am Sägewerk führt der Weg weiter zur neu errichteten Fußgängerbrücke. Diese erleichtert die Überquerung der Zwickauer Mulde doch erheblich, musste man doch sonst gut einen Kilometer Umweg in kauf nehmen. Außerdem lässt sich von ihr prima über den Fluss oder zum alten Sägewerk blicken. Definitiv eine Bereicherung des Muldentals.
Danach geht es wieder in den Wald hinein, nach einem kleinen Anstieg kommt man zum Aussichtspunkt des Hauboldfelsens. Toller Ausblick über das Muldental. Und wer etwas zu Essen und Trinken mit hat, kann hier eine gemütliche Rast einlegen, Sitzgelegenheiten sind vorhanden und laden zum Verweilen ein. Danach geht es noch ein Stück durch den Herbstwald, ehe ich wieder auf einer Straße lande. Es geht Richtung Kaufungen, das ich etwas unterhalb durchquere. Kurze Zeit später habe ich das erste Mal einen Blick auf das Schloss Wolkenburg.

LEITENHOLZ – EIN HERRLICHES PLÄTZCHEN

Nach fast zwei Kilometern Straße geht es wieder in ein Waldstück namens Leitenholz. Hier ist es schön, ich kenne es vom Radfahren. Ein angenehmer Weg an den Auen eines Baches entlang. Der plätschert so vor sich hin, Vögel zwitschern, der Wald riecht nach Herbst und feuchtem Laub. Da wird einem trotz frischer Temperaturen warm ums Herz.
Auch hier liegen einige Bäume auf dem Boden, auch sie konnten Herwart nicht widerstehen. Dem Bach direkt folgend, ist der Weg nach vielleicht einem Kilometer auch schon zu Ende. Trotz der Kürze ein schönes Stück Natur. Es geht nun auf das letzte Stück der Tour. Ein wenig Straße, ein wenig Wald und Wolkenburg begrüßt uns wieder. Vorbei an der sehr zu empfehlenden Einkehr „Bauernhof am Silberbergwerk“ stehe ich kurz darauf wieder auf der Muldenbrücke, welche meinen Start- und Zielpunkt für heute markiert.

FAZIT ZUR TOUR

Alles in allem hat mir die Runde mit ihren 14 Kilometern gut gefallen, trotz des relativ hohen Straßenanteils. Etwas verwirrend ist manchmal die Markierung. Sollten es wirklich noch Wegmarkierungen einer „alten Route“ sein, sollte man diese eventuell entfernen, einfach um Verwirrungen zu vermeiden. Nicht jeder setzt vielleicht auf einen heruntergeladenen GPS Track. Schade fand ich, dass das Schloss Wolkenburg als auch die Alte Kirche nicht in der Runde integriert sind. Sie sind markante Punkte und Blickfang in Wolkenburg, aber bei der derzeitigen Streckenführung erhascht man nur wenige Blicke darauf. Highlights waren für mich das Wehr am Sägewerk, der Ausblick vom Hauboldfelsen sowie das Leitenholz.

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