Sachsendreier 35.Frühlingswanderung in Döbeln

Gestern war es dann wieder mal soweit. Die Frühlingswanderung in Döbeln stand an, der sogenannte „Sachsendreier„. Seit einigen Jahren ist diese Wanderveranstaltung ein fester Bestandteil in meinem Terminkalender. Dieses Jahr ging es wieder einmal nach Leisnig, zur Burg Mildenstein und wieder zurück. Die Runde von ausgewiesenen 47 km gab es vor 4 Jahren schon einmal, doch liefen wir sie da anderes herum. Die Wetteraussichten waren gut und so machten meine Frau und ich uns schon sehr früh auf, um nach Döbeln zu fahren. Gegen 6.15 waren wir am Startpunkt. Wir mussten sogar kurz anstehen, um unsere Startunterlagen zu erhalten. Wir füllten alles schnell aus und schon gingt es los.

Kühler Start beim Sachsendreier

Es war noch recht frisch am Morgen und Nebel stand noch über der Freiberger Mulde, der wir heute mehr oder weniger folgen würden. Es dauert ein wenig, bis wir den Ort hinter uns gelassen hatten. Ein erster Anstieg trug dazu bei, dass wir auf Betriebstemperatur kamen und die Kälte etwas wich. Über den Paffenberg ging es nach Wöllsdorf. Die Sonne stieg langsam höher und im Zusammenspiel mit dem Nebel, der über die feuchten Felder und Wiesen hing, ergibt das immer eine sehr mystische Stimmung. Überhaupt mag ich es, wenn Nebel noch so in den Tälern wabert, das ist immer wieder schön anzuschauen.

Kurz darauf gibt es in Westewitz den ersten Verpflegungspunkt. Warmen Tee und die obligatorische „Speckfettbemme“, dazu noch ein wenig Obst. Auf einem Radweg, der auch gleichzeitig Teil des Lutherweges ist, geht es weiter, um später wieder in den Wald einzutauchen. Der Tannenbergweg lässt das Blut ordentlich in Wallung kommen, geht es doch kurz knackig bergan. Nach dem langen Winter erwacht so langsam der Frühling auch im Wald. Der graubraune Waldboden bekommt etwas Farbe und die ersten Buschwindröschen erblühen, an den Bäumen sprießt das erste zarte Grün. Es ist schön, wenn wieder alles erwacht, die Sonne scheint und die Vögel zwitschern. Da macht das Wandern gleich nochmal soviel Spaß.

In Leisnig wartet die Burg Mildenstein auf uns

Wir erreichen Leisnig und damit unseren zweiten Verpflegungspunkt. Der Weg vollführt nun einen Bogen um die Ortschaft, durch Wiesen, vielen Obstplantagen und etwas Wald. Am Ende laufen wir in den Ort mit Blick auf die Altstadt und der Burg Mildenstein. Nach einem Blick ins Stiefelmuseum laufen wir dieses Jahr seitlich an der Burg vorbei. Sie ist nett anzuschauen, da sie zu einem Großteil restauriert ist. Es gibt noch einen Blick ins Muldental und dann steigen wir auch schon wieder in selbiges ab. Wir überqueren auf einer Brücke die Freiberger Mulde und befinden uns damit auch schon wieder auf dem Rückweg.

Dieser gestaltet sich durchaus wieder etwas abwechslungsreicher. Anfangs gehen wir nah am Ufer der Freiberger Mulde entlang. Hier und da sind einige Bäume umgestürzt oder lehnen am Fels oder anderen Bäumen. Später geht es über Auenwiesen zum Riedelsteig, der sich durch ein Waldgebiet windet, von dem aus wir immer wieder einen Ausblick in das Muldental genießen können. Auf der Strecke sind nun wieder mehr Wanderer unterwegs. Diese sind in Leisnig gestartet und wandern über 19 km nach Döbeln, eine der sechs Möglichkeiten, den Sachsendreier zu erleben. An einem alten Bahnhof bei Klosterbuch gibt es dann den letzten Verpflegungspunkt der Strecke. Dieser ist gut besucht und von jedem wird die angebotene Stärkung gern angenommen.

Speckfettbemme am Klosterbuch

Wir machen uns nun auf, die letzten Kilometer zu absolvieren. Durch den Hochweitzschener Wald geht es wieder Westewitz entgegen. Der Weg schlengelt sich dann an einer Bahnlinie entlang, um später noch einmal auf einem Radweg weiterzugehen. Auf diesem geht es die letzten zwei bis drei Kilometer dahin. Wir erreichen den Zielbereich, der heute Morgen auch unseren Startpunkt markierte. Es ist voll hier, viele Wanderer belohnen sich für die Anstrengung mit Getränken oder einer Bratwurst, richtig so. Wir holen uns lediglich noch unsere Urkunde und belohnen uns selbst mit einem Eis und Cafe im nächsten Fastfood-Restaurant.

Es war wieder einmal eine tolle Wanderveranstaltung, die Wege waren vorbildlich markiert und das „bestellte“ Wetter tat der Laune keinen Abbruch. Insgesamt nahmen mehr als 3400 Wanderer die verschiedenen Strecken in Anspruch, was dem Status dieser Sport- und Wanderveranstaltung nur gerecht wird. Meine Uhr hat zwar nur knapp 40 km gemessen, was im Unterschied zur ausgewiesenen Strecke doch erheblich ist, doch tut das so richtig keinem weh. Aber ganz sicher steht der Termin auch für das kommende Jahr wieder im Wanderkalender drin, ich freu mich jetzt schon darauf.

volle Distanz: 39.39 km
Gesamtanstieg: 759 m
Gesamtabstieg: -754 m

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